Schrenk

 

 

Schrenk-Verlag

Der Schrenk-Verlag wurde im Oktober 1982 von Dr. Johann Schrenk (s. Abb.) gegründet und umfasst in seinem Programm eine anspruchsvolle Auswahl an Literatur über und aus Franken.

Unsere beiden Neuerscheinungen in der "Edition Weimarer Klassik im Schrenk-Verlag":

Rezensiojn in der "FAZ" vom 29.5.2019 und Bericht in der "Carpe Diem" - Das Kulturmagazin für Altmühlfranken, Ausgabe April bis Juli 2019:

 

 

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Unser lieferbares Verlagsprogramm besteht aus verschiedenen Buch-Reihen:

1. Reihe Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken:

 

2. Reihe Buchfranken:

3. Reihe Fränkische Geschichte:

4. Reihe Fränkische Profile:

Edition Altmühlfranken:

Edition Weimarer Klassik:

Varia & Modernes Antiquariat, nur noch wenige Restexemplare mit UVP vorhanden:

 

„Ein Unruhegeist“

Gespräch des "Altmühl-Boten" (Nürnberger Nachrichten) mit den Gunzenhäuser Verleger Johann Schrenk über die Literaturlandschaft Franken und seinen Autor Hermann Glaser

Babett Guthmann (Altmühl-Bote): Als ich dieses Literaturgeschichte zum ersten Mal in Händen hatte, habe ich gedacht: Der Johann Schrenk traut sich was! Liege ich richtig: Ein solch umfangreiches Werk mit fast 600 Seiten, mehr als 500 Abbildungen und einer  so hochwertigen Ausgabe herauszubringen – das war schon ein verlegerisches Wagnis?

Johann Schrenk: Es war ein gewisses verlegerisches Risiko dabei, zumal Hermann Glaser und ich ganze vier Jahre an der Literaturlandschaft Franken gearbeitet haben. Doch schon wenige Wochen nach dem Erscheinen ist der größte Teil der Auflage verkauft. Die Käufer kommen aber nicht unbedingt zu mir in die Buchhandlung und auch die großen Buchhändler in Ansbach oder Nürnberg haben sich nicht über die Maßen eingedeckt. Jedoch im bundesweiten Großhandel ist die Nachfrage sehr erfreulich. Nun muss ich eher bangen, ob die restliche Auflage noch über das Weihnachtsgeschäft hinweg ausreicht.

Babett Guthmann: Was war der Anstoß für dieses große Projekt?

Johann Schrenk: Hermann Glaser war wesentlich an der Entstehung der Reihe „Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken“ beteiligt und hat drei der zehn Bände der Reihe verfasst. Wir hatten nun vor, die – mitunter bereits vergriffenen Bücher – thematisch in ein Paket einzubinden. Wir haben mit den zehn Einzelbänden sozusagen bereits einige Zimmer eingerichtet und jetzt ist das Haus drum herum gebaut.

Babett Guthmann: Hermann Glasers Buch ist ja zweigeteilt: Zuerst widmet er sich den literarischen Epochen der gesamten deutschen Literatur, um dann im zweiten Teil die Literaturlandschaft Franken und herausragende Autoren vorzustellen. Den ersten Teil bezeichnet Hermann Glaser als „informative Übersicht“ ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Da musste ich schon ein bisschen schmunzeln: Der allgemein literaturgeschichtliche Teil hat 350 Seiten und es ist ihm hier zudem gelungen, die literarischen Strömungen in einen geistesgeschichtlichen Kontext einzubinden.

Johann Schrenk: Hermann Glaser wollte sich halt aus der Schusslinie nehmen, denn er stellt nicht den Anspruch enzyklopädisch zu arbeiten, eher hat er die Linien einer Epoche abgesteckt. Besonders gefällt mir, wie er in dem Kapitel über die literarische Moderne den unruhigen Geist der 1920er und 1930er Jahre eingefangen hat.

Babett Guthmann: Der zweite Teil ist dann der fränkischen Literaturlandschaft gewidmet.

Johann Schrenk: Ja, man kann die Fränkische Literatur nicht getrennt von Mainstream betrachten. Deshalb der Einstieg mit einer allgemeinen Literatur- und Kulturgeschichte. Und eigentlich sollte es noch einen literatur-topografischen Teil geben. Mit Hinweisen auf Museum und Öffnungszeiten, auf wichtige Wirkungsstätten der vorgestellten Schriftsteller und auf literarische Wanderwege. Dann wären wir auf 800 Seiten gekommen, womöglich auf drei Bände im Schuber verteilt. Diesen dritten Teil haben wir jetzt auf das neue Franken-Literatur-Portal verlegt, eine Online-Plattform, auf der kontinuierlich neue Informationen zu finden sein werden: neue Autoren, neue Informationen zu Werk und Wirkungsstätten fränkischer Literaten. Das Portal geht demnächst an den Start und ist auf der Seite des Schrenk-Verlags verlinkt.

Babett Guthmann: Was versteht Hermann Glaser denn unter einem „fränkischen“ Autor?

Johann Schrenk: Autoren, die die fränkische Literaturlandschaft geprägt haben, sind entweder gebürtige Franken oder solche, die überwiegend in Franken gelebt haben. Es können aber auch Schriftsteller oder Gelehrte sein, die der Aufenthalt in Franken entscheidend geprägt hat. Nehmen wir beispielsweise Hegel, den Glaser als einen „Franken auf Zeit“ bezeichnet. Er hat ein Jahr in Bamberg gelebt, dann acht Jahre in Nürnberg als Rektor des einzigen humanistischen Gymnasiums. Später wurde er Professor, zuerst in Heidelberg, dann in Berlin. Als genuiner Franke ist Jean Paul zu nennen.
In unserer Region zuhause waren die Literaten des Mittelalters Wolfram von Eschenbach und der Thannhäuser sowie der Ansbacher Rokoko-Dichter Johann Peter Utz. Selbstverständlich ist auch der in Treuchtlingen geborene Autor Ludwig Fels aufgeführt, der 2015 seinen neuen Roman „Hottentottenwerft“ vorgestellt hat.

Babett Guthmann: Apropos Wolfram von Eschenbach: Ich habe gerne die kompakte Zusammenfassung des „Parzival“ gelesen. Glaser findet einen sehr originellen Weg zwischen Inhaltsangabe, Zitaten und literarischer Bewertung. Parzival als „ruheloser Einzelkämpfer“. Andere Abschnitte sind schon schwieriger zu verstehen, keine leichte Kost….

Johann Schrenk: Das Buch kann man sicherlich nicht einfach so runterlesen. Es ist auch kein Handbuch und kein Autorenlexikon, vielmehr ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann.

Babett Guthmann: Aus welchen Quellen stammen denn die vielen Abbildungen?

Johann Schrenk: Im ersten Teil haben wir versucht, die geistigen Strömungen der jeweiligen literarischen Epoche auch n den Bildern einzufangen. Hier gibt es viel Malerei und Druckgrafik zu sehen, aber auch  Abbildungen von Theaterszenen wie beim Text über Fassbinder. Im zweiten Teil finden sich dazu meine  Fotografien von Wirkungs- und Gedenkstätten sowie die Schwarz-Weiß-Portraits zahlreicher Schriftsteller, aufgenommen von Georg Pöhlein.  – Seine Fotografien sind eine große Bereicherung!

Babett Guthmann: Hermann Glaser ist dem Schrenk-Verlag wohl schon länger verbunden?

Johann Schrenk: Wir haben uns 2004 bei einer Lesung in der Kulturfabrik Roth kennen gelernt und bald danach unser erstes gemeinsames Projekt gestartet, ein Buch über Jean Paul. Seither gab es eine ganze Reihe gemeinsamer Veröffentlichungen, unter anderem die leider vergriffene Kulturgeschichte der Eisenbahn.

Babett Guthmann: Hermann Glaser ist ja schon 87 Jahre alt!

Johann Schrenk: Er ist unglaublich wie umtriebig er in jeder Hinsicht.  Manchmal ruft er an, weil er einen guten fränkischen Gasthof entdeckt hat und lädt ein, ein Genußmensch! An sein Haus in Roßtal hat er einen Bibliotheksflügel angebaut. Hier findet sich wohl eine der umfangreichsten Privatbibliotheken Frankens und dazu ein beachtliches Zeitungsarchiv. Gesundheitlich geht es ihm gut, zwei seiner Söhne sind Ärzte und er wird bestens betreut. Bei der Vorstellung unserer Literaturlandschaft Franken beim Erlanger Poetenfest stand er eine Stunde lang auf der Bühne, er ist dann höchst präsent, jeder Satz ist druckreif formuliert.

 

Hermann Glaser: Franken – eine deutsche Literaturlandschaft“ ist im Schrenk Verlag, Gunzenhausen, 2015 erschienen, Druck und Herstellung: Emmy-Riedel-Verlag, 581 Seiten, Preis 65.-€.

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Zuletzt aktualisiert: 30.5.2019

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Bestellschein des Schrenk-Verlags - aktuel II / 2019

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Alexander von Humboldt in Franken: Neuauflage, jetzt im Digitaldruck, mit 10 Farbseiten; Hardcover; 184 Seiten; € 29,90; ISBN 9783924270742

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Neuerscheinung Juni 2019

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Neuerscheinung Februar 2019

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Elsa Lehmann-Richter musste schmerzlich erleben, wie sich politische Veränderungen dramatisch auf das private Leben auswirken können. In der kleinen fränkischen Stadt Wassertrüdingen verlebte sie eine behütete Kindheit in einem gläubigen jüdischen Elternhaus und in einer eingespielten Gemeinschaft von Christen und Juden. So konnte es geschehen, dass sich Elsa in den Christen Fritz Richter verliebte. Dieser erwiderte die Liebe, und sie konnten heiraten. Es wurde eine glückliche Ehe, die alle Widrigkeiten der Zeit überstand: Die Notzeit während und nach dem 1. Weltkrieg, den geschürten Hass gegen Juden, die Einschränkung ihrer Rechte, die zunehmende Angst vor Entdeckung und Verfolgung, den Schmerz über die Auswanderung der beiden Söhne, das jahrelange Versteckt-sein-müssen in ihrer kleinen Wohnung, schließlich die Bombenangriffe, ohne die Möglichkeit einen Luftschutzbunker aufzusuchen. Die Klugheit und Lebenstüchtigkeit ihres Mannes, der unerschütterlich zu ihr hielt, der das Ansinnen, sich von ihr zu trennen, zurückwies und der dafür seinen Beruf aufgegeben hatte, halfen über die tödlichen Gefahren der Zeit und führte das Paar aus dem gefährdeten Nürnberg zurück nach Wassertrüdingen. Dort musste Elsa versteckt bleiben. Sie erfuhr persönliche Zuwendung und Hilfe durch mutige Verwandte und fühlte sich nach dem Ende des Krieges in ihrer alten Heimat wieder wohl. Die zahlreichen Ansichten von Wassertrüdingen sollen das unterstreichen.
In den berührenden Erinnerungen von Elsa Lehmeier-Richter wird ungekünstelt über ihr Leben berichtet. Sie lassen den Leser die ungewöhnlichen schicksalhaften Verstrickungen mit der Willkür des damaligen verbrecherischen Systems erahnen. Elsa war eine bescheidene, freundliche, zurückhaltende Frau, und es erscheint mir beachtenswert, dass der in Todesangst und aus unsäglichem Leid gestellten Frage „Was habe ich euch getan?“ keine laute Anklage folgt. Ihr Bericht steht dafür und mag uns allen Mahnung sein.

Friedo Huber
Augsburg/Wassertrüdingen

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Neue Edition "Weimarer Klassik" im Schrenk-Verlag

August von Kotzebue (1761-1819) ist laut Nietzsche das „eigentliche Theatertalent der Deutschen“. Heute ist sein umfangreiches Werk, das seinerzeit die Bühnen ganz Europas beherrschte, weitgehend in Vergessenheit geraten, man kennt ihn noch als Opfer eines Meuchelmords, einer Tat, die weitreichende politische und soziale Veränderungen zeitigte. Die vorliegende Monographie unternimmt den Versuch, den Dramatiker, Romanautor, Librettisten, Publizisten und Politiker Kotzebue sowie sein dichterisches Werk „im Schatten Goethes“ neu zu bewerten.

Bertold Heizmann, geboren 1944 in Freiburg i. Br. Studium der Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Freiburg, Kiel, Heidelberg und Bochum. Nach Promotion und wissenschaftlicher Tätigkeit am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum (1971-1980) Eintritt in den Schuldienst des Landes Nordrhein-Westfalen (bis 2008). Zahlreiche literaturwissenschaftliche und -didaktische Veröffentlichungen, u.a. über Herder, Goethe, Kleist, Schiller, die Romantik, Raabe, Fontane und Schnitzler. Seit 2012 Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Essen.

Im Schrenk-Verlag ist jüngst eine Ausgabe der Buchreihe "Mittwochsfenster" (Schiller-Studien) der Goethe-Gesell-schaft Dresden erschienen. Dies wird der Grundstock sein für eine "Edition Weimarer Klassik", die künftig im Schrenk-Verlag erscheinen wird. Nächster geplanter Titel ist eine Arbeit aus der Goethe-Gesellschaft Essen über August von Kotzebue (s.o.). Auch die Publikation der Goethe-Gesellschaft Gunzen-hausen "Goethes Franken", die bislang in der Reihe "Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken" (Bd. 3; s. Spalte links) erschienen ist, soll in der "Edition Weimarer Klasik" neu herausgegeben werden.

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Unsere 5 Neuerscheinungen in der Reihe "Buchfranken":

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Unser "Flagschiff" im Verlag:

Franken - eine deutsche Literaturlandschaft

Aktuelle Rezensionen zur "Literaturlandschaft Franken"

Rezension in "Literaturkritik.de"